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Immer wieder wurden wir in letzter Zeit gefragt wie es uns in den letzten Jahren erging und warum wir wieder nach Hamburg zurückgekehrt sind. Deshalb haben wir uns entschlossen, euch einmal zu berichten, was wir in Spanien gemacht haben und wie es weitergehen wird...

UNSERE GESCHICHTE:                                                                          

Einen Traum verwirklichen und auch leben - vor einigen Jahren entschlossen wir uns zu einem gewagten Schritt: Wir vermieteten unseren gut gehenden Reiterhof in Hamburg und zogen mit Sack und Pack nach Spanien um uns dort eine neue Existenz aufzubauen.

Dabei ging es uns nicht um „dolce Vita“ - wir wollten einen landwirtschaftlichen Betrieb kaufen und nach unseren Vorstellungen biologisch bewirtschaften

Endlich, nach langem Suchen, fanden wir das Richtige: eine Finca mit gutem Boden, einem uralten Bestand von Mandelbäumen, Oliven und Weinstöcken, unberührter Landschaft, vielen wertvollen Kräutern und Gewürzen und eine atemberaubenden Natur im südlichen Katalonien.

Südlich von Tarragona auf einer Bergkuppe gelegen, mit Blick auf den Ebro und einer alten Templerburg, begannen wir in mühsamer Arbeit tatkräftig mit der Rekultivierung der seit vielen Jahren verlassenen Farm:
Der Baumbestand wurde beschnitten, das Land gerodet, Terrassen wieder hergestellt, das Haus bewohnbar gemacht und nicht zuletzt Platz geschaffen für eine Pferdezucht - einer Herzensangelegenheit von Christiane - der wertvolle Pferdedünger dient dabei als natürlicher Dünger für unsere Pflanzungen.

                                 

Nach anfänglicher Skepsis fanden wir in kurzer Zeit durch unsere unermüdliche Arbeit und unserer Bereitschaft zur Integration in die kleine Dorfgemeinschaft den Weg in die Herzen der einheimischen Bevölkerung. Nach und nach gewannen wir in der Umgebung viele Freunde und eine breite Unterstützung besonders der alt eingessenen  Bauern. Sie wussten, dass unser Weg steinig und voller Mühsal war und unterstützten uns bald in einer Art und Weise die uns zutiefst berührt hat.

Eines war uns dabei von vorne herein ganz klar: Um von unseren hochwertigen Produkten leben zu können, ohne Kompromisse nur Qualität zu bieten - da werden einige Jahre ins Land gehen!

Nach gut einem Jahr war es dann endlich soweit, die ersten Mandeln wurden geerntet, die ersten Oliven eingelegt oder in der örtlichen Kooperative zu feinstem Öl gepresst.
Auch lernten wir die Vorzüge der vielen unterschiedlichen Produkte unserer Freunde und Nachbarn kennen und lieben: exquisiter Wein, Honig, Gewürze, Gemüse und vieles mehr von ausgesuchter Qualität - meist nur in kleinen Quantitäten für den Eigenbedarf und nur in kleinem Rahmen zum Verkauf bestimmt.
Das Beste isst man eben selbst!

                  

Wir waren also auf dem besten Weg - wenn nicht die Nachrichten aus unserer Hamburger Heimat den Himmel verdüsterten: leider hatten unsere Mieter trotz vollmundiger Versprechungen die Arbeit nicht gerade erfunden und wohl die Führung eines Reiterhofes  auf hohem Niveau komplett unterschätzt. Kurz: in Hamburg ging’s den Bach runter.

Eine für uns unerträgliche Situation die wir so nicht hinnehmen konnten. Einerseits hatten wir natürlich mit den Einnahmen aus der Vermietung gerechnet. Der Verlass auf kompetente Mieter und deren Zuverlässigkeit war in dieser ersten Phase unseres Projekts fest eingeplant. Andererseits hatten wir auch einen Ruf zu verlieren und hingen natürlich an unserem "Baby" Reiterhof - mit viel Liebe wurde dieser ja von unserer Familie seit 1973 betrieben, gehegt und gepflegt und war uns mindestens ebenso wichtig wie unsere Finca - und das nicht nur des Geldes wegen, denn durch unsere erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahrzehnten hatten wir uns ein kleines Polster geschaffen.

Es konnte also schweren Herzens nur eine Alternative geben: die Finca von guten Freunden und Helfern verwalten zu lassen und nach Hamburg zurückzukehren um wieder die Qualität zu verwirklichen für die unser Hof bekannt war.

Die Mieter waren schnell verschwunden und verwirklichen nun ihre dilettantischen Vorstellungen von Reitunterricht und Pferdehaltung auf passend heruntergekommenen Hofanlagen im Hamburger Umland. Wir weinen ihnen keine Träne nach und wundern uns im Nachhinein wie sie überhaupt noch Kunden für sich gewinnen konnten - und natürlich auch darüber, wie wir auf solche Blender hereinfallen konnten !

Sei es drum - wir gehen unbeirrt unsern Weg und fahren nun zweigleisig weiter. Nach anfänglichen Zweifeln ob der Machbarkeit sind wir guten Mutes - auch Dank des überwältigenden Zuspruches unserer Kunden und Freunde hier in Hamburg und der grenzenlosen Unterstützung unserer Companeros in Spanien.

Eines stet für uns indes fest - nie wieder vermieten wir unseren Hof, noch einmal wollen wir uns und unseren Kunden das nicht antun. Wir bauen auf kompetente Mitarbeiter und geben die Kontrolle nicht mehr aus der Hand - das sind wir euch und uns einfach schuldig !

                                                              

Wir werden also in Zukunft zwischen unseren beiden Höfen pendeln und dabei versuchen, das Beste beider Welten zu vereinen

Wir schauen stets nach vorn und stellen uns den neuen Aufgaben, freuen uns sehr über euren Zuspruch und die vielfältige Unterstützung die wir bis jetzt erfahren haben und sind glücklich, euch auf unserem Hof begrüßen zu dürfen.

Viele Grüsse und hasta luego....

Jörn und Christiane Hansen
 

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